Critik der teleologischen Urtheilskraft, zoz
welche die letzteren enthalten, legen ihren Lehren Lehn-sätze (^eininsts) zum Grunde; d. i. sie borgen irgendeinen Begrif, und mit ihm einen Ernnd der Anord-nung, von einer anderen Wissenschaft.
Eine jede Wissenschaft ist für sich ein System; undes ist nicht genug in ihr nach Principien zu bauen undalso technisch zu verfahren, fondern man muß mit ihr,als einem für sich bestehenden Gebäude, auch architek-tonisch zu Werke gehen, und sie nicht, wie einen Anbauund als einen Theil eines andern Gebäudes, sondernals ein Ganzes für sich behandeln, ob man gleich nach-her einen Übergang aus diesem in jenes oder wechsel-seitig errichten kann.
Wenn man also für die Naturwissenschaft und inihren Contert den Begrif von Gott hineinbringt, um sichdie Zweckmäßigkeit in der Natur erklärlich zu machen,und hernach diefe Zweckmäßigkeit wiederum braucht,um zu beweisen, daß ein Gott sei): so ist in keiner vonbeiden Wissenschaften innerer Bestand; und ein täu-schendes Diallele bringt jede in Unsicherheit, dadurch,daß sie ihre Gränzen in einander lausen lassen.
Der Ausdruck eines Zwecks der Natur beugt die-ser Verwirrung schon genugsam vor, um Naturwissen-schaft und die Veranlassung, die sie M telcologischenBeurtheilung ihrer Gegenstande giebt, nicht mit derGottesbetrachtung und also einer thöc logischenAbleitung zu vermengen; und man muß es nicht alsBtMs Lrik. ». Urrheilskr. U