zo6 Zweyter Theil.
unbedeutend ansehen, ob man jenen Ausdruck mit demeines göttlichen Zwecks in der Anordnung der Naturverwechsele, oder wohl gar den letztern für schicklicherund einer frommen Seele angemessener ausgebe, weil esdoch am Ende dahin kommen müsse, jene zweckmäßigenFormen in der Natur von einem weisen Welturheber ab-zuleiten; sondern sich sorgfaltig und bescheiden auf den-Ausdruck, der gerade nur so viel sagt, als wir wissen,nehmlich eines Zwecks der Natur, einschränken. Dennehe wir noch nach der Ursache der Natur selbst fragen,finden wir in der Natur und dem Laufe ihrer Erzeugungdergleichen Producte die Mch bekannten Erfahrungs-gesetzen in ihr erzeugt werden, nach welchen die Natur-wissenschaft ihre Gegenstande beurtheilen, mithin auchderen Caufalitat nach der Regel der Zwecke in ihr selbstsuchen muß. Daher muß sie ihre Gränze nicht über-springen, um das, dessen Begriffe gar keine Erfahrungangemessen seyn kann, und woran man sich allererst nachVollendung der Naturwissenschaft zu wagen befugt ist,in sie selbst als einheimisches Princip hinein zu ziehen.
Naturbeschaffenheiten, die sich s xriori demonstri-ren, und also ihrer Möglichkeit nach aus allgemeinenPrincipien ohne allen Beytritt der Erfahrung einsehenlassen, können, ob sie gleich eine technische Zweckmäßig-keit bey sich führen, dennoch, weil sie schlechterdingsnothwendig sind, gar nicht zur Teleologie der Natur,als einer in die Physik gehörigen Methode die Fragen