Critik der teleologischen Urtheilskraft.- zoy
derselben aufzulösen, gezählt werden. Arithmetische ,geometrische Analogieen, ungleichen allgemeine mecha-nische Gesetze, so sehr uns auch die Vereinigung verschie-dener dem Anschein nach von einander ganz unabhän-giger Regeln in einem Princip an ihnen befremdend undbewundernswürdig vorkommen mag, enthalten deswe-gen keinen Anspruch darauf, teleologische Erklärungs-grunde in der Physik zu seyn; und, wenn sie gleich in derallgemeinen Theorie der Zweckmaß-gkeit der Dinge derNatur überhaupt mit in Betrachtung gezogen zu werdenverdienen, so würde diese doch anderwärts hin, nehmlichin die Metaphysik gehören, und kein inneres Principder Naturwissenschaft ausmachen: wie es wohl mit denempirischen Gesetzen der Narurzwecke an organisirtenWesen nicht allein erlaubt, sondern auch unvermeid-lich ist, die teleologische BeurthLlllltlgsart zum Prin-cip der Naturlehre in Ansehung einer eigenen Classeihrer Gegenstande zu gebrauchen»
Damit nun Physik sich genau in ihren Gränzenhalte, so abstrahirt sie von der Frage, ob die Natur-zwccke es absichtlich oder unabsichtlich sind, gänz-lich; denn das würde Einmengung in ein fremdes Ge-schäft (nehmlich das der Metaphysik) seyn. Genug essind nach Naturgesetzen, die wir uns nur unter der Ideeder Zwecke als Princip denken können, einzig und alleinerklärbare, und bloß auf diese Weise ihrer innern
U -