ZlK Zweyter Theil.
vermögen, der bloße Mechanism der Natur für die Er-zeugung organisirter, Wesen auch keinen Erklärungs-grund abgeben könne, ist eben so ungczweifelt gewiß.
Für die reflecrir-.!i!de Urthcilokraft ist also dasein ganz richtiger Grundsatz: daß für die so offenbareVerknüpfung der Dinge nach Endursachen eine vomMechanism unterschiedene Causalitat, nehinlich einer nachZwecken handelnden (verständigen) Wettursache gedachtwerden müsse; so übereilt und unerweielich er auchfür die bestimmende seyn würde» In dem ersterenFalle ist er bloße Maxime der Urtheilskraft, wobey derBegrif jener Caufalitäl eine bloße Idee ist, der mankeinesweges Realität zuzugestehen unternimmt, sondernsie nur zum Leitfaden der Reflexion braucht, die dabeyfür alle mechanische Erklärungsgründe immer offenbleibt, und sich nicht aus der Sinnenwelt verliert; imzweyten Falle würde der Grundsatz ein objectives Principseyn, das die Vernunft vorschriebe und dem die Urtheils-kraft sich bestimmend unterwerfen müßte, wobey sie aberüber die Sinnenwelt hinaus sich ins Überschwenglicheverliert, und vielleicht irre geführt wird.
Aller Anschein einer Antinomie zwischen den Maxi-men der eigentlich physischen (mechanischen) und dertelcologischen (technischen) Erklärungsart beruht alsodarauf; daß man einen Grundsatz der reflectirenden Ur-theilskraft mit dem der bestimmenden, und die Avt0N0-Mie der ersteren (die bloß subjecliv für unsern Ver-