z2o Zweyter Theil.
an jenen Maximen genug haben, um die Natur/ so weitals menschliche Kräfte reichen, zu studiren und ihren ver-borgensten Geheimnissen nachzuspühren. Es ist alsowohl eine gewisse Ahuung unserer Vernunft, oder einvon der Natur uns gleichsam gegebener Wink, daß wirvermittelst jenes Vegrifs von Endursachen wohl garüber die Natur hinauslangen und sie selbst an den hoch»sten Punct in der Reihe der Ursachen knüpfen könnten,wenn wir die Nachforschung der Natur (ob wir gleichdarin noch nicht weit gekommen sind) verließen, oderwenigstens einige Zeit aussetzten, und vorher, woraufjener Fremdling in der Naturwissenfchaft, nehmlich derBegrif der Naturzwecke, führe, zu erkunden versuchten.
Hier müßte nun freylich jene unbestrittene Maximein die ein weites Feld zu Streitigkeiten eröfnende Auf-gabe übergehen: Ob die Zweckverknüpfung in der Natureine besondere Art der Causalitat für dieselbe beweise;oder ob sie, an sich und nach objectiven Principien be-trachtet, nicht vielmehr mit dem Mechanism der Natureinerlei) sey, oder auf einem und demselben Grunde be-ruhe : nur daß wir, da dieser für unsere Nachforschung inmanchen Naturproducten oft zu tief versteckt ist, es miteinem fubjectivcn Princip, nehmlich dem der Kunst, d. i»der Causalitat nach Ideen versuchen, um sie der Naturder Analogie nach unterzulegen; welche Nothhülfe unsauch in vielen Fallen gelingt, in einigen zwar zu mißlin-gen scheint, auf alle Falle aber nicht berechtigt, eine
besondere