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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
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321
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Critik der teleoi'ogischen Urtheilskraft. Z2i

besondere/ von der Causalitat nach bloß MechanischenGesetzen der Natur selbst unterschiedene, Wirkungsart indie Naturwissenschaft einzuführen. Wir wollen, indemwir das Verfahren (die Ccmsalität) der Natur, wegendes Zweckahnlichen, welches wir in ihren ProducteNfinden, Technik nennen, diese in die absichtliche

(tecknica intentionslis), UNS in die Unabsichtliche

(tsclinica Natur-tlis), eintheilen. Die erste soll bedeu-ten: daß das productive Vermögen der Natur nachEndursachen für eine besondere Art von Causalitat ge-halten werden müsse; die zweyte: daß sie mit demMechanism der Natur im Grunde ganz einerlei) sey,und das zufallige Zusammentreffen mit unseren Kunst-begriffen und ihren Regeln/ als bloß subjective Bedin-gung sie zu beurtheilen, falschlich für eine besondereArt der Naturerzeugung ausgedeutet werde»

Wenn wir jetzt von den Systemen der Nüturerklä-ruug in Ansehung der Endursachen reden, so muß manWohl bemerken: daß sie insgesammt dogmatisch, d. s.über objective Principien der Möglichkeit der Dinge, essey durch absichtlich oder lauter unabsichtlich wirkendeUrsachen, unter einander streitig sind, nicht über etwaüber die subjective Maxime/ über die Ursache solcherzweckmäßigen Producte bloß zu urtheilen: in welchemletztem Falle disparate Principien noch wohl vereinigtwerden könnten, anstatt daß im ersteren contradicw«-»aur» Crit. d. Urcheilskr. T