ZZ8 , Zweyter Theil.
Anschlag zu fassen, oder zu hoffen, daß noch etwa der-einst ein Newton aufstehen könne, der auch nur die Er-zeugung eines Grashalms nach Naturgesetzen, die keineAbsicht geordnet hat, begreiflich machen werde: sondernman muß diese Einsicht den Menschen schlechterdingsabsprechen. Daß danu aber auch in der Natur, wennwir bis zum Princip derselben in der Specifikation ihrerallgemeinen uns bekannten Gesetze durchdringcn konn-ten, ein hinreichender Grund der Möglichkeit organisii-ter Wesen, ohne ihrer Erzeugung eine Absicht unterzu-legen, (also im bloßen Mechanism derselben) gar nichtverborgen liegen köttN?, das Ware wiederum von unszu vermessen geurtheilt; denn woher wollen wir das wis-sen? Wahrscheinlichkeiten fallen hier gar weg, wo esauf Urtheile der reinen Vernunft ankommt. — Alsokönnen wir über den Satz: ob ein nach Absichten han-delndes Wesen als Weltursache (mithin als Urheber)dem, was wir mit Recht Naturzwecke nennen, zumGrunde liege, objectiv gar nicht, weder bejahend nochverneinend, urtheilen; nur so viel ist sicher, daß, wennwir doch wenigstens nach dem, was uns einzusehendnrch unsere eigene Natur vergönnt ist, (nach denBedingungen und Schranken unserer Vernunft) ur-theilen sollen, wir schlechterdings nichts anders alsein verstandiges Wesen der Möglichkeit jener Natur-zwccke zum Grunde legen können: welches der Maximeunserer reflectirenden Urlheilskraft, folglich einem ftlb-