Z52 Zweyter Theil.
Raums sey», welcher aber kein Realgrund der Erzeu-gungen, sondern nur die formale Bedingung derselbenist; obwohl er mit dem Realgrunde, welchen wir suchen,darin einige Ähnlichkeit hat, daß in ihm kein Theil ohnein Verhältniß auf das Ganze (dessen Vorstellung alsoder Möglichkeit der Theile zum Grunde liegt) bestimmtwerden kann. Da es aber doch wenigstens möglich ist,die materielle Welt als bloße Erscheinung zu betrachten,und etwas als Ding an sich selbst (welches nicht Erschei-nung ist) als Substrat zu denken, diesem aber eine cor-respondirende intellectuelle Anschauung (wenn sie gleichnicht die unsrige ist) unterzulegen; so wurde ein, obzwar für uns unerkennbarer, übersinnlicher Realgruudfür die Natur Statt finden, zu der wir selbst mitgehoren,in welcher wir also das, was in ihr als Gegenstand derSinne nothwendig ist, nach mechanischen Gesetzen, dieZusammenstimmung und Einheit aber der besonderen Ge-setze und der Formen nach denselben, die wir in Anse-hung jener als zufallig beurtheilen müssen, in ihr alsGegenstände der Vernunft (ja das Naturganze als Sy-stem) zugleich nach teleologischen Gesetzen betrachten,und sie nach zweyerley Principien beurtheilen würden,ohne daß die mechanische Erklarungsa: t durch die teleo-logische, als ob sie einander widersprachen, cmsgeschlos»sen wird.
Hieraus laßt sich auch das, was man sonst zwarleicht vermuthen, aber schwerlich mit Gewißheit behaup-ten