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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
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357
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Critik der teleologifchen Urtheilskrast. Z 57

terie (der neuen Bildung, die sie für sich selbst bewerk-stelligt, wenn ihre Elemente durch Faulniß in Freyheitgesetzt werden) anzusehen; so kann ich nun nicht voneben derselben Materie, «K< einer Causalitat nach Zwe-cken zu handeln, eben dasselbe Product ableiten. Um-gekehrt, wenn ich dasselbe Product als Naturzweck an-nehme, kann ich nicht auf eine mechanische Erzeugungs-art desselben rechnen, und solche als csnstitutives Principzur Beurtheilung desselben seiner Möglichkeit nach anneh-men, und so beide Principien vereinigen» Denn eineErklarungsart schließt die andere aus; gesetzt auch, daßobjectiv beide Gründe'der Möglichkeit eines solchen Pro-ducts auf einem einzige!« beruheten,,wir aber auf diesennicht Rücksicht nahmen. Das Princip, welches dieVereinbarkeit beider in Beurtheilung der Natur nachdenselben möglich machen soll, muß in das was ausser-halb beiden (mithin auch ausser der möglichen empiri-schen Naturvorsielluug) liegt, von dieser aber doch denGrund enthalt, d. :» ins Übersinnliche, -gesetzt, und einejede beider Erklarungsarten darauf beMgen werden.Da wir nun von diesem nichts als den unbestimmtenBegrif eines Grundes haben können, der die Beurthei-lung der Natur nach empirischen Gesetzen möglich macht,,übrigens aber ihn durch kein Pradicat naher bestimmenkönnen; so folgt, daß die Vereinigung beider Principiennicht auf einem Grunde der Erklärung (Erplication)der Möglichkeit eines Products nach gegebenen Gesetzes

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