Critik der theologischen Urtheilökraft. z 59
sowohl nach dem Princip der Erzeugung von physischenals dem der Endursachen als möglich erkannt werdenkönne: laßt sich kcinesweges erklaren z sondern nur, wennes sich zutragt/ daß Gegenstände der Natur vorkommen,die nach dem Princip des Mechanisms (welches jederzeit<m ein Naturwesen Auspruch hat) ihrer Möglichkeitnach, ohne uns auf ideologische Grundsatze zu stützen,von uns nicht können gedacht werden, voraussetzen, daßman nur getrost beiden gemäß den Naturgesetzen nachfor-fchen dürfe (nachdem die Möglichkeit ihres Products, austinem oder dem andern Princip, unserm Verstände er-kennbar ist), ohne sich an den scheinbaren Widerstreit zustoßen, der sich zwischen den Principien der Beurtheilungdesselben hervorthut; weil wenigstens die Möglichkeit,daß beide auch objectiv in einem Princip vereinbar seynmöchten (da sie Erscheinungen betreffen, die einen über-sinnlichen Grund voraussetzen), gesichert ist.
Ob also gleich sowohl der Mechcmism als der theo-logische (absichtliche) Technicism der Natur, in Ansehungebendesselben Products und seiner Möglichkeit, untereinem gemeinschaftlichen obern Princip der Natur nachbesondern Gesetzen stehen mögen; so können wir doch,da dieses Princip transcendent ist, nach der Einge-schränktheit unseres Verstandes beide Principiellin der Erklärung eben derselben Naturerzeugungalsdann nicht vereinigen, wenn selbst die innere Mög-lichkeit dieses Products nur durch eine Causalität nach
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