Critik der teleologischen Urtheilskraft. z6i
kannt wird, läßt sich keine Zufälligkeit, die eines Zweckszum Best mmunzsgrunde bedürfe, annehmen: sondernnur die eine ^der Mechanism) der andern (dem absicht-lichen Technicism) unterordnen, welches nach demtranscendentalen Princip der Zweckmäßigkeit der Na-tur, ganz wohl geschehen darf.
Denn, wo Zwecke als Gründe der Möglichkeit ge-wisser Dinge gedacht werden, da muß man auch Mittelannehmen, deren Wirkungsgesetz für sich nichts einenZweck voraussetzendes bedarf, mithin mechanisch unddoch eine untergeordnete Ursache absichtlicher Wirkun-gen seml kann. Daher laßt sich selbst in organischenProducten der Natur, noch mehr aber, wenn wir, durchdie unendliche Menge derselben veranlaßt, das Absicht-liche in der Verbindung der Naturursachen nach beson-dern Gesetzen nun auch (wenigstens durch erlaubte Hypo-these) zum allgemeinen Princip der reflcctirendenUrtheilskraft für das Natmganze (d:.' Welt) annehmen,eine große und sogar allgemeine Verbindung der mecha-nischen Gesetze mit den teleologischen in den Erzeugungender Natur denken, ohne die Principien der Beurtheilungderselben zu verwechseln und eines an die Stelle des an-dern zu setzen; weil in einer teleologischen Beurtheilungdie Materie, selbst, wenn die Form, welche sie annimmt,nur als nach Absicht möglich beurtheilt wird, doch, ih-rer Natur nach mechanischen Gesetzen gemäß, jenemvorgestellten Zwecke auch zum Mittel untergeordnet seyn
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