Critik der teleologischen Urtheilskraft. z8z
was Leben hat. Endlich ist die Frage: wozu sind diesesammt den vorigen Naturreichen gut? Für den Men-schen, zu dem mannichfaltigen Gebrauche, den ihn seinVerstand von allen jenen Geschöpfen machen lehrt; under ist der letzte Zweck der Schöpfung hier auf Erden,weil er das einzige Wefen auf derselben ist, welchessich einen Begrif von Zwecken machen und aus einemAggregat von zweckmäßig gebildeten Dingen durch seineVernunft ein System der Zwecke machen kann.
Man könnte auch, mit dem Ritter Linne, den demScheine nach umgekehrten Weg gehen, und saM: Diegewachsfressenden Thiere sind da, um den üppigenWuchs des Pflanzenreichs, wodurch viele Species der-selben erstickt werden wurden, zu mäßigen; die Naub-thiere, um der Gefräßigkeit jener Gränzen zu setzen:endlich der Mensch, damit, indem er diese verfolgtund vermindert, ein gewisses Gleichgewicht unter denhervorbringenden und den zerstöhrenden Kräften derNatur gestiftet werde. Und fo würde der Mensch, sosehr er auch in gewisser Beziehung als Zweck gewür-digt seyn möchte, doch in anderer wiederum nur denRang eines Mittels haben.
Wenn man sich eine objective Zweckmäßigkeit in derMannichfaltigkcit der Gattungen der Erdgeschöpfe undihrem äußern Verhältnisse zu einander, als zweckmäßigconstruirter Wesen, zum Princip macht; so ist es derVernunft gemäß, sich in diesem Verhaltnisse wiederum