Entlader teleologischen Urtheilskraft. Z9Z
gen Stücke der Cultur, Wissenschaft und Kunst, bearbei-ten, und von diesen in einem Stande des Drucks, saurerArbeit und wenig Genusses gehalten wird, auf welcheClasse sich denn doch manches von der Cultur der höherettnach und nach auch verbreitet. Die Plagen aber wachsenim Fortschritte derselben (dessen Höhe, wenn der Hangzum Entbehrlichen schon dem Unentbehrlichen Abbruchzu thun anfangt, Luxus heißt) aus beiden Seiten gleichmächtig, auf der einen durch fremde Gewaltthätigkeit,auf der andern durch innere Ungenügfamkeit; aber dasglänzende Elend ist doch mit der Entwickelung der Na-turanlagen in der Menschengattung verbunden, nnd derZweck der Natur selbst, wenn es gleich nicht unser Zweckist, wird doch hieben erreicht. Die formale Bedin^mg,unter welcher die Natur diese ihre Endabsicht allein errei-chen kann, ist diejenige Verfassung im Verhältnisse derMenschen unter einander, wo dem Abbrüche der einan-der wechselseitig widerstreitenden Freyheit gesetzmäßigeGewalt in einem Ganzen, welches bürgerliche Ge-sellschaft heißt, entgegengesetzt wird; denn nur in ihrkann die größte Entwickelung der Naturanlagen gesche-hen. Zn derselben wäre aber doch, wenn gleich Men-schen sie auszufinden klug und sich ihrem Zwange willigzu unterwerfen weise genug waren, noch ein Weltbür-gerliches Ganze d. i. ein System aller Staaten, dieauf einander nachtheilig zu wirken in Gefahr sind, crfor,derlich. In dessen Ermangelung, und bei dein Hinder-
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