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Critik der Urtheilskraft / von Immanuel Kant
Entstehung
Seite
397
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Cricik der teleslogischen UrtheilSkraft. Z97

. ^ ^,.»^., ^- ^» - - , -wäre jene Frage leer. Nehmen wir aber die Zweckver-bindung in der Welt für real und für sie eine besondereArt der Causalität, nehmlich einer absichtlich wir-kenden Ursache an, so tonnen wir bey der Frage nichtstehen bleiben: wozu Dinge der Welt (organisirte Wesen)diese oder jene Form habep, in diese oder jene Verhalt-nisse gegen andere von der Natur gesetzt sind; sondern,da einmal ein Verstand gedacht wird, der als die Ur-sache der Möglichkeit solcher Formen angesehen werdenmuß, wie sie wirklich an Dingen gefunden werden, somuß auch in eben demselben nach dem objectiven Grundegefragt werden, der diesen productiven Verstand zu einerWirkung dieser Art bestimmt haben könne, welcher dannder Endzweck ist, wozu dergleichen Dinge da sind»

Ich habe oben gesagt: daß der Endzweck keinZweck sei), welchen zu bewirken und der Idee desselbengemäß hervorzubringen, die Natur hinreichend wäre?weil er unbedingt ist» Denn es ist nichts in der Natur(als einem Sinnenwcsen), wozu der in ihr selbst befind-liche Bestimmungsgrund nicht immer wiederum bedingtWare; und dieses gilt nicht bloß von der Natur außeruns (der materiellen), sondern auch in uns (der den-kenden): wohl zu verstehen, daß ich in mir nur das be-trachte, was Natur ist. Ein Ding aber, das nothwen-dig, seiner objectiven Beschaffenheit wegen, als End-zweck einer verständigen Ursache exisiiren soll, muß vonder Art seyn, daß es in der Ordnung der Zwecke von