Crieik der teleologischen Urtheilskrast. 40z
nie die gesammte Natur als System befassen kann, oftauf (dem Anscheine nach) jenem Begriffe und untereinander widerstreitende Beweisgründe stoßen muß, nie-mals aber, wenn wir gleich vermögend waren auch dasganze System, sofern es bloße Natur bctrift, empirischzu überschauen, uns, über die Natur, zu dem Zweckeihrer Existenz selber, und dadurch zum bestimmten Be-griffe jener obern Intelligenz, erheben können.
Wenn man sich die Aufgabe, um deren Auflösunges einer Physicotheologie zu thun ist, klein macht, soscheint ihre Auflösung leicht. Verschwendet man nehmlichden Begrif von einer Gottheit an jedes von uns ge-dachte verstandige Wesen, deren es eines oder mehreregeben mag, welches viele und sehr große, aber ebennicht alle Eigenschaften habe, die zu Gründung einermit dem größtmöglichen Zwecke übereinstimmenden Na-tur überhaupt erforderlich sind: oder halt man es fürnichts, in einer Theorie den Mangel dessen, was dieBeweisgründe leisten, durch willkürliche Zusätze zu ergän-zen, und, wo man nur Grund hat viel Vollkommen-heit anzunehmen (und was ist viel für uns?), sich dabefugt hält alle mögliche vorauszusetzen; so machtdie physische Teleologie wichtige Ansprüche auf denRuhm, eine Theologie zu begründen. Wenn aber ver-langt wird anzuzeigen: was uns denn antreibe und über-dem berechtige, jene Ergänzungen zu machen; so werdenWir in den Principien des theoretischen Gebrauchs der
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