Critik der teleologischen Urtheilökraft. 41 z
man erstlich leicht, daß alsdann nicht von einem Zweckeder Natur (innerhalb derselben), sofern sie eristirt, son-dern dem Zwecke ihrer Existenz mit allen ihren Einrich-tungen, mithin von dem letzten Zwecke der Schö-pfung die Rede ist, und in diesem auch eigentlich vonder obersten Bedingung, unter welcher allein ein Endzweck(d. i. der Bestimmungsgrund eines höchsten Verstandeszu Hervorbringung der Wcltwesen) Statt finden kann.
Da wir nun den Menschen, nur als moralischesWesen, für den Zweck der Schöpfung anerkennen: sohaben wir erstlich einen Grund, wenigstens die Haupt-bedingung, die Welt, als ein nach Zwecken zusammen-hangendes Ganze und als System von Endursachenanzusehen; vornehmlich aber, für die, nach Beschaf-fenheit unserer Vernunft, uns nothwendige Beziehungder Naturzwecke auf eine verstandige Weltursache,ein Princip, die Natur und Eigenschaften dieser er-sten Ursache, als obersten Grundes im Reiche der Zwe-cke, zu denken, und so den Vegrif derselben zu bestim-men: welches die physische Teleologie nicht vermochte,die nur unbestimmte und eben darum, zum theoreti-schen so wohl als praktischen Gebrauche, untauglicheBegriffe von demselben veranlassen konnte.
Aus diesem so bestimmten Princip der Causalitatdes Urwesens werden wir es nicht bloß als Intelligenz,und gesetzgebend für die Natur, sondern auch als gesetz-gebendes Oberhaupt in ein«n moralischen Reiche der