4Z2 Zweyter Theil.
wir die Möglichkeit einer solchen Welt nicht bloß nachZwecken, sondern auch nur dadurch daß wir ihrer Exi-stenz einen Endzweck unterlegen, uns begreiflich machenkönnen»
Allein Endzweck ist bloß ein Begrif unserer practi-schen Vernunft, und kann aus keinen Datis der Erfah-rung zu theoretischer Beurtheilung der Natur gefolgert,noch auf Erkenntniß derselben bezogen werden. Es istkein Gebrauch von diesen? Begriffe möglich, als ledig-lich für die practifche Vernunft nach moralischen Ge-setzen; und der Endzweck der Schöpfung ist diejenigeBeschaffenheit der Welt, die zu dem, was wir alleinnach Gesetzen bestimmt angeben können, nehmlich demEndzwecke unserer reinen practischen Vernunft, undzwar so fern sie practisch seyn soll, übereinstimmt. —Nun haben wir durch das moralische Gesetz, welchesuns diesen letztern auferlegt, in practifcher Absicht,nehmlich um unsere Kräfte zur BeWirkung desselben an-zuwenden, einen Grund, die Möglichkeit, Ausführbar-keit desselben, mithin auch (weil, ohne Beytritt derNatur zu einer in unserer Gewalt nicht stehenden Be-dingung derselben, die BeWirkung desselben unmöglichseyn würde) eine Natur der Dinge, die dazu überein-stimmt, anzunehmen. Also haben wir einen morali-schen Grund, uns an einer Welt auch einen Endzweckder Schöpfung zu denken»
Dieses