Critik der teleologischen Urtheilskraft. 445
bloß für die Naturgesetze und Producte Verstand, fon-drm auch, als einer moralischen Welturfache, höchstesittliche pracnsche Vernunft beylegen; da durch diese ^Vollendung des >eg"ifs ein für Natureinsicht so wohlals moralische Weisheit zusammen hinreichendes Principangegeben-wird, And kein nur emigermaaßcn gegründe-ter Emwurf wider die Möglichkeit einer solchen Idee ge-macht werden kann? Werden hiebe» nun zugleich diemoralischen Triebfedern des Gemüths in Bewegung ge-setzt, und ein lel hciftes Interesse der letzteren mit redne-rischer Stärke (deren sie auch wohl würdig sind) hinzu-gefügt; so entspringt daraus eine Überredung von derobjectiven ZulLnglichkeit des Beweises, nnd ein (in denmeisten Fällen seines Gebrauchs) auch heilsamer Schein,d«r aller Prüfung der logischen Scharfe desselben sichganz überhebt, und sogar dawider, als ob ihr ein fre-velhafter Zweijel zum Grunde läge, Abscheu und Wi-derwillen tragt. - Nun ist Hierwider wohl nichts zusagen, so fernmcu? auf populäre Brauchbarkeit eigent-lich Rücksicht nimmt. Allein, da doch die Zerfallungdesselben in die zwey ungleichartigen Stücke, diedieses Argument enthält, nehmlich in das was zurphysischen, und das was zur moralischen Teleologiegehört, nicht abgehalten werden kann und darf,indem die Zusammenschmelzung beider es unkennt»lich macht, wo dqr eigentliche Nerve des Beweises liege,und an weichem Theile und wie er müßte bearbeitet wer,