Critik der teleologischen Urtheilskraft. 449
andern denken; aber aus dem, worin sie ungleichartigsind, nicht von einem nach der Analogie auf daö andere
So denke» wir uns zu d«n Kunsthandlungen der T'iisre, inVergleichung mit denen des Menschen, den Grund dieserWirkungen in den ersteren, den wir nicht kennen, mit demGrunde ähnlicher Wirkungen des Menschen (der Vernunft),den wir kenne», als Analogen der Vernunft; und wollcn da-mit zugleich anzeigen: daß der Grund des thierischen Kunst-Vermögens, unter der Benennung eines InstinctS, ven derVernunft in der That specifisch unterschiede», doch auf dieWirkung (der Bau der Biber mit dem der Menschen vcrglnchen) ein ähnliches Verhältniß habe. — Deswegen aberkann ich daraus, weil der Mensch zu seinem Bauen Ver-nunft braucht, nicht schließen, daß der Biber auch der-gleichen haben müsse, und es einen Schluß nach der Ana-logie nennen. Aber aus der ähnlichen Wirkungsart derThiere (wovon wir den Grund nicht unmittelbar wahrneh-men können), mit der des Menschen (dessen wir uns unmit-telbar bewußt sind) verglichen, können wir ganz richtig nachder Analogie schließen, daß die Thiere auch nach Vor-stellungen handeln -(nicht, wie Cartesius will, Maschi-nen sind), und, ungeachtet ihrer specifischen Verschieden-heit, doch der Gattung nach (als lebende Wesen) mit demMensche» einerley sind- Das Princip der Befugnis', so zuschließen, liegt in der Einerleyheit des Grundes, die Thierein Ansehung gedachter Bestimmung mit dem Mensche», alsMenschen, so weit ,wir sie äußerlich nach ihren Handlungenmit einander vergleichen, zu einerley Gattung zu zählen.ES ist psr r-irio. Eben so kann ich die Causalität der ober-sten Weltursache, in der Vergleich»»» der zweckmäßigenProducte derselben in der Well mit den Kunstwerken desMenschen, nach der Analogie eines Verstandes denken, abernicht auf diese Eigenschaften in demselben nach der Anals-
Tanrs Lrir. d. Urtheils??. F f