Critik der teleologischen Urtheilskraft. 469
und nothwendig mir durch bestimmte Erfahrimg denkbar.Der metaphysische Naturbegrif (der keine bestimmte Erfah-rung voraussetzt) ist aiss ontologisch.
Dc:- Ontologische Beweis vom Daseyn Gottes ausdem Begriffe eines Urwesens ist nun entweder der, welcheraus Ontologischen Prüdicaten, wodurch cö allein durchgän-gig bestimmt gedacht werden kann, auf das absolut, noth-wendige Daseyn, oder aus der absolute» Nothwendigkeitdes Daseyns irgend eines Dinges, welches es auch sey, aufdie Prädicate des Unvesenö schließt: denn zum Begriffe ei,nes Urwesens gehört, damit es nicht abgeleitet sey, die un-bedingte Nothwendigkeit seines Daseyns, und (um diesesich vorzustellen) die durchgangige Bestimmung durch denBegrif desselben. Beide Erfordernisse glaubte man nun imBegriffe der ontologischen Idee eines allcrrealsten Lesenszu finden: und so entsprangen zwey metaphysische Beweise.
Der einen bloß metaphysischen Natnrbcgrif zum Grun-de legende (eigentlich-ontologisch genannte) Beweis schloßaus dem Begriffe des allcrrealsten Wesens auf seine schlechthinnothwendige Existenz; denn (heißt es) wenn es nicht exkstirte, so würde ihm eine Realität, nehmlich die Existenz,mangeln. — Der andere (den man auch den metaphysisch-cosmologischen Beweis nennt) schloß aus der Nvthwen,digkeit der Existenz irgend eines Dinges (dergleichen, da unsim Selbstbewußtseyn ein Daseyn gegeben ist, durchaus ein«geräumt werden muß) auf die durchgängige Bestimmungdesselben) als allerrealsten Wesens: weil alles Existirendedurchgängig bestimmt, das schlechterdings Nothwendige aber(nehmlich was nir als ein solches, mithin a xrio-i, erkennensollen) durch seinen Begrif durchgängig bestimmt seynmüsse; welches sich aber nur im Begriffe eines allcrrealstenDinges antreffen lasse. ES ist hier nicht nöthig, die Sophi-
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