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Zweyter Theil.
sterey in beiden Schlüssen aufzudecken, welkes schon ander-wärts geschehen ist; sondern nur zv bemerken, d^ß solcheBehelfe, wenn sie nch auch durch allerley dialecn>che Sub-tllität verfechten liefen, doch niemals über die Schule hln<au in da» gemeine Wesen hinüberkommen, und auf denblo>.cn gefunden Verstand den mindesten Einfluß habenkönnten.
Der Beweis, welcher einen Naturbegiif, der nur empi,rllch scyn kann, dennoch aber über die Gränzen der Natur,als Lnbegrtfs der Gegenstände der Sinne, hinausführensoll, zum Grunde lcgr, kann kein anderer, als der von denZwecken der Naiur sey»: deren Begrif sich zwar nicht s^-i-ori, sondern nur durch die Erfahrung geben läßt, aber docheinen solchen Begrif von dem Urgründe der Nacur verheisic,welcher unter allen, die wir denken können, allein sich znmÜbersinnlichen schickt, nehmlich den von einem höchsten Ver-stände, als Wrltursache; welches er auch in der That nachPrincipien der reflectirenden Urcheilskrasc, d. l. nach derBesäu'ss.-»heir unseres (menschlichen) Erkcnntnißvermügens,v?liiommen ausrichtet — Ob er nun aber aus denselbenDatis diesen Bes,ris eines ol?erften d. t. unabhängigen ver-ständigen Wesens auch als eines Gorres, b. i. Urhebers et,ner Welt unter moralischen Gesehen, mithin hinreichendbestimmt für die Z.ee von einem Endzwecke des Daseynsder Welt, zu liefer» im Stande sey, das ist eine Frage,worauf alles ankommt; wir mögen nun einen theoretischhinlänglichen Begrif vo» dem Urivesen zum Behuf der ge-sanumci! Naturkenntniß, oder einen praetischen für die Re-ligion verlangen.
Dieses aus der physischen Tclcologie genommene Argu-ment ist verehrungswerrh. Es thut gleiche Wirkung zurÜberzeugung auf den gemeinen Verstand, als auf den sub-