Critik der teleologischen Urtheilskraft. 479
ihre Stärke keineswegs« beweise, »der den Umfang ihres Ge-biets dadurch erweitere.^ Auch wird die Befremdung. oderder vorgebliche Widerspruch einer bter behaupteten Möglich,keit einer Tb'ologie, mit dem waö die Critik der spcculati-ven Vernunft von den Categorieen sagte: daß diese nehmlichnur in Anwendung auf Gegenstände der- Sinne, keineewe-ges aber auf das Übersinnliche angewandt/ Erkenntniß her-vorbringen können; verschwinden, wenn man sie hier zu einemErkenntniß GocreS, aber nicht in theoretischer (nach demwas seine uns nnerforschliche Natur an sich sey), sondern le,diglich in praetischer Absicht gebraucht sieht. — Um bey die,ser Gelegenheit der Mißdeutung jener sehr nothwendigen, aberauch, zum Verdruß des blinden DogmatikcrS, die Vernunftin ihre Gränzen zurückweisenden, Lehre der Critik ein Endezu machen, füge ich hier nachstehende Erläuterung derselben bei.
Wenn ich einem Körper bewegende Rraft beylege, mit,hin ihn durch die Catcgorie der Lausalität denke; so erken-ne ich ihn dadurch zugleich, d. i. ich bestimme den Begrifdesselben, als Objects überhaupt, durch das, was ihm, alsGegenstande der Sinne, für sich (als Bedingung der Mög,lichkeit jener Relation) zukommt. Denn, ist die bewegendeKraft, die ich ihm beylege, eine abstoßende; so kommt ihm(wenn ich gleich noch nicht einen andern, gegen den er sieausübt, neben ihm setze) ein Ort im Raume, ferner eine Aus,dehnung, d. i. Raum in ihm selbst, übcrdcm Erfüllung dessel-ben durch die abstoßenden Kräfte seiner Theile zu, endlich auchdas Gesetz dieser Erfüllung (daß der Grund der Abstoßungder letzteren in derselben Proportion abnehmen müsse, als dieAusdehnung des Körpers wachst, und der Raum, den er mitdenselben Thnlen durch dieft Kraft erfüllt, zunimmt). — Da-gegen, wenn ich mir ein übersinnliches Wesen als den erstenBeweger, mithin durch die Categorie der Causalttäc in An-sehung derselben Welrbestimmung (der Bewegung der Ma-