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Zweyter Theil.
terie), denke; so muß ich es nicht in irgend einem Orte imRaume, eben so wenig als ausgedehnt, ja ich darf es nichteinmal als in der Zeit und mit andern zugleich eristirend den-ken. Also habe ich gar keine Bestimmungen, welche mir dieBedingung der Möglichkeit der Bewegung durch dieses We-sen als Grund verständlich machen könnten. Folglich erkenneich dasselbe durch das Prädicat der Ursache (als ersteren Be-weger) sür sich nicht im mindesten: sondern ich habe nur dieVorstellung von einem Etwas, welches den Grund der Be-wegungen in der Welt enthält; und die Relation derselbenzu diesen, als deren Ursache, da sie mir sonst nichts zur Be-schaffenheit des Dinges, welches Ursache ist, gehöriges, andie Hand giebt, läßt den Vegrif von dieser ganz leer. DerGrund davon ist: weil ich mit Prädicaten, die nur in derSinnenwelt ihr Object finden, zwar zu dem Daseyn von Et-was, was den Grund der letzteren enthalten muß, aber nichtzu der Bestimmung seines Begrifs als übersinnlichen Wesens,welcher alle jene Prädicate aussiößt, fortschreiten kann.Durch die.Catcgorie der Causalität also, wenn ich sie durchden Begrif eines ersten Bewegers bestimme, erkenne ich,was Gott sey, nicht im mindesten; vielleicht aber wird esbesser gelingen, wenn ich aus der Weltordmmg Anlaß nehme,seine Causalität, als die eines obersten Verstandes nicht bloßzu denken, sondern ihn auch durch dlese Bestimmung des ge-nannten Begrifs zu erkennen: weil da die lästige Bedin-gung des Raumes und der Ausdehnung wegfällt. — Aller-dings nöthigt uns die große Zweckmäßigkeit in der Welt,eine oberste Ursache zu derselben und deren Causalität alsdurch einen Verstand zu denken; aber dadurch sind wir garnicht befugt, ihr diesen beyzulegen (>vie z, B. die EwigkeitGotreö als Daseyn zu aller Zeit zu denken, weil wlr sonstgar kcinm Begrif vom bloßen Daseyn als einer Größe, d. i.
als