Critik der teleologische.» Urtheilskraft. 48l
als Dauer, machen können; oder die göttliche Allqegcnwarrals Daseyn in allen Orten zu denken, um die unmittelbareGegenwart für Dinge außer cinandcc uns faßlich ni machen,ohn- gleichwohl eine dieser Bestimmungen Gott , als etwas anihm Erkanntes, beylegn, zu dürfen). Wenn ich die Causa,lität des Menschen in Ansehung gewisser Producte, welch- nurdurch absichtliche Zweckmäßiqkeir erklärlich sind, dadurch be,stimme, deH ich sie als einen Verstand desselben denke; ssbrauche ich nicht dabey stehen zu bleiben,- sondern kann ihmdieses Prädirar als wohlbekannte Eigenschaft desselben beyle-gen und ihn dadurch erkennen. Denn ich weiß, daß Anschauunggen den Sinnen des Menschen gegeben, und durch denVer^stand unter einen Bcgrif und hiemit unter eins Regel ge,bracht werden; daß dieser Begrif nur das gemeinsame Merk-mal (mir Wcglassung des Besondern) enthalte, und also dis-cursiv s?y; daß die Regeln, um gegebene Vorstellungen un-ter ein Bewußtseyn überhaupt zu bringen, von ihm noch vorjenen Anschauungen gegeben werden, u> s. w,: ich lege alsodiese Eigenschaft dem Menschen bey, als eins solche, wodurchich ihn erkenne. Will ich nun aber ein übersinnliches We-sen (Gott ) als Intelligenz denken, so ist dieses in gewisserRücksicht meines Vernunftgebrauchs nicht allein erlaubt, son-dern auch unvermeidlich; aber ihm Verstand bcyn'.legen, undes dadurch als durch eine Eigenschaft desselben erkennen zukönnen, sich schmeicheln, ist kcineswegcs erlaubt: weil ichalsdann alle jene Bedingungen, unter denen ich nilein einenVerstand kenne, weglassen m»ß, mithin das Piädieat, dasnur zur Bestimmung des Menschen dient, auf ein übersinn-liches Object gar nicht bezogen werden kann, und also durcheine so bestimmte Causalttät, was Gott sey , gar nicht erkanntwerden kann. Und so gcht es mir allen Calegerieen, die garkeine Bedeutung zum Erkenntniß in theoretischer Rücksicht ha-
Ranrs Crir d. Urtheilst'?. H h