94 Bischof Bossucts Einleituilg
Jahre nach thas, folgte ihm in seinem Amte, und erhielt sei- -^ahreA'adrRonu ue" Ruhm. Sein Muth verließ ihn nicht, als v- Ar-GeK' er auch auf das Aeußerste gebracht worden war.Die Römer, welche sich freuten, daß sie einsGelegenheit bekamen, die Könige in Syrien zudemüthigen, verwiegten den Juden ihren Schuh.Sie schlössen einen Bund mit ihnen, wie Judas durch seine Gesandten darum gebeten harte; siesendeten ihnen zwar keine Hülfe: allein derRuhm des römischen Namens gereichte schon dem
6oc>. gedrückten Volke zu einer Erleichterung. Die 154.Unruhen in Syrien nahmen von Tage zu Tagezu. Alexander Balas , welcher sich rühmte, einSohn des Antiochus Epiphanes zu sey!,, wurdedurch die Einwohner von Antiochien auf denThron gesetzt. Die Könige von Aegypten , wel-che ewige Feinde von Syrien waren, mengtensich in diese Uneinigkeiten, um ihren Vortheildabey zu ziehen. Ptolomäus Philometor unter-stützte den Balas, und der Krieg war sehr blutig,
604. Demetrius Soter blieb darinnen, und hinterließ, 150«seinen Tod zu rächen, nur zween junge Prinzen,die noch Kinder waren, den Demetrius Nicator ,und Antiochus Sidetes. Der unrechtmäßigeBesitzer blieb auf seinem Throne ganz ruhig,und der König von Aegypten gab ihm seineTochter, Cleopatra, zur Gemahlinn. Balas,welcher sich einbildete, über alles weg zu seyn,war in der Schwelgerey ganz ersoffen, und zogsich die Verachtung aller seiner Unterthanen zu.
604. Um diese Zeit entschied Philometor den berühm- ^o.ten Stre.it, den die Samaritaner mit den Iüdenansingen. Diese Abtrünnigen, welche dem
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