Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
129
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in die allgemeine Geschichte. 129

fürchterlicher Held hatte ein Verlangen nach dem Jahre nachFrieden, und machte dem Reiche die Hoffnung, ^A^'daß es der Soldaten nicht mehr nöthig habensollte. Die Armee rächte sich dieses Wortes, 2Zo«und der strengen Kriegszucht wegen, die sie un-ter diesem Kaiser beobachten mußten. EinenAugenblick darauf erstaunte sie über die Gewalt-thätigkeiten , die sie an einem so großen Prinzenausgeübt hatte, ehrte sein Andenken, und er-wählte den Carus zum Kaiser, welcher eben soeifrig auf die Kriegsdisciplin hielt, als sein Vor-ganger. Dieser tapfre Prinz rächte den Tod zzz.desselben, und unterdrückte die Barbaren,welchen der Tod des Probus wieder Muth ge-macht hatte. Er gieng nach Persien, mit demNumerian , seinem Sohne, die Perser zu bekrie«gen, und setzte seinen Feinden in Norden seinenältesten Sohn, Carinus , entgegen, den er zumCäsar machte. Das war die andre Würde imReiche, und die erste Stufe, zur Regierung zugelangen. Der ganze Orient zitterte vor demCarus: Mesopotamien unterwarf sich ihm; diePerser, welche unter einander uneinig waren,konnten ihm nicht widerstehen. Unterdessen daßihm alles weichen mußte, hielt ihn der Himmeldurch einen Donnerschlag in seinen Siegen auf.Numerian wäre beynahe um sein Gesicht gerom- 2Z4.men, weil er so sehr um ihn weinte. Was thutdie Begierde zu herrschen in den Herzen nicht!Sein Schwiegervater, Aper, hätte sich seineSchmerzen rühren lassen sollen, und er brachteihn um. Allein Diocletian rächte seinen Tod,und kam endlich zur Regierung, die er so eifriggewünscht hatte. Carinus erwachte doch aus 285.

I seiner