Zweyter Abschintt. 145
und Alexander dem Satan übergeben, daß sie ge-züchtiget werden sollten, nicht mehr zu lästern. Esist wahr, daß diese Strafe, deren eigentliche Be-schaffenheit nicht mit völliger Gewißheit angegebenwerden kann, die weitere Ausbreitung dieser Irr-thümer nicht ganz hindern konnte. Gleichwohlaber findet man nicht, daß alle diese Irrgläubigen,bey Lebzeiten der Apostel, einen starken Anhang erhal-ten haben. Noch viel weniger konnten sie die Wahr-heiten der Religion sebst verfälschen, oder den Aus-sprüchen der Apostel die Thorheiten andichten, derenGlauben sie den Menschen gern aufgedrungen hät-ten. Ein solcher Misbrauch der schriftlichen Offenba-rung war unmöglich, weil die Gläubigen die Apostelselbst über den Verstand ihrer Worte fragen konnten.Allein kaum hatte Gott diese heiligen Männer von derErde weggenommen: So stund eine irrgläubige Sektenach der andern auf; die Verführung wurde starkerund allgemeiner; und viele falsche Meynungen dran-geten sich selbst unter die christlichen Lehren ein, ohnevon den wahren Nachfolgern der Apostel erkannt zuwerden; es sey nun, daß Dieselben sich der Wahr-heit so sehr näherten, daß sie selbst für die Wahr-heit gehalten werden konnten, oder, daß die Lehrerihre meiste Sorgfalt auf den Umstur; derAbgöttereyrichteten, und diese Feinde verachteten, weil fie ih-nen nicht so furchtbar zu seyn schienen, als der Gö-tzendienst. Denn sobald sich nur die Irrthümer in ih-rer wahren Gestalt zeigeten: so wurden sie gleich ausdem Gefolge der Wahrheit ausgestoßen, und man.gab nicht zu, daß die Religion durch sie verunrei-niget würde. So muß, deucht mich, Hegcfippus ch>, xverstanden werden, wenn er sagt, daß die KircheH-TlM K Jeju''^-