Zweyter Abschnitt.
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f was für eine Weide sie dasselbe eigentlich führen
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Doch man findet unter den Juden noch zwo an-
dere Secten, die Effaer und Therapeuten, welcheman, wo alle;
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allezeit dem ersten Anscheine nach geurtheiletwerden müßte, für die treusten Bewahrer der Reli- ^ //gion halten sollte, da sie sogar von einigen für Chri- 7,2. 75.stcn gehalten worden sind. Allein der bloße An- S!v/)//e5/.schein ist sehr oft ein Betrüger. Die vorhergehende 5""^-^-Betrachtung zerstreuet den falschen Glanz, der sieumgiebt. Man wird die prächtigen Beschreibun-gen, welche Issephlis und philo von ihnen hinter- ///^.lassen haben, lesen, und doch nicht davon hingeris-sen werden.
Unter den jüdischen Secten, saget Iösephus,sind besonders die Essaer diejenigen, welche sich ei-nes vorzüglichen heiligen Lebens und besonders einerunveränderlichen Liebe gegen einander befleißigen.Sie fliehen alle Ergetzlichkeiten, und streben vor-nehmlich nach der Enthaltsamkeit, damit sie vonkeinen Leidenschaften überwunden werden mögen»Sie enthalten sich der Ehe; allein sie nehmen vonandern Kinder an, und erziehen sie nach ihrer Weise.Sie verachten die Reichthümer, und haben allesunter einander gemein, was sie besitzen, und wassie erwerben. Ihre Kleidung ist schlecht und gemei-niglich weiß. Sie üben die Tugend der Gastfrei-heit gegen alle Menschen aus. Unter ihnen findetkein Verkauf und kein Kauf statt; alles, was sieKrauchen, theilen sie einander ohne Entgeld mit. Siebethen allezeit, wenn die Sonne aufgeht, die sie -'ürei» Bild der Gottheit halten, und dann arbeitensie bis zur fünften Stunde. Nach verrichteter Ar-
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