Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
179
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Zweyter Abschnitt. * ' 179

Milche evangelische Geschichte des Matthaus sey.Mein, man kann aus den geringen Ueberbleibseln ^desselben einen sehr großen Unterschied zwischen bey-den bemerken. Es wäre zu wünschen, daß uns ^./A^'Hieronymus, welcher sich rühmet, von den Naza- ^ 'räern zu Beröa die Erlaubniß, ihr Evangelium ab- />.M./^.zuschreiben, erhalten zu haben, eine genauere und um-ständlichere Beschreibung desselben hinterlassen hatte.

Was die Ebionicen anbelangt: so scheinen sie ^ein Nebenast der Nazaräer gewesen zu seyn. DieNeuern streiten, ob es wirklich einen Abion gege- 5'^^/^'ben habe; und viele wollen behaupten, daß sie ihren ^ ^)Namen nicht von ihrem Stifter, sondern entweder ^,./ />/,/.von ihrem Ursprünge , oder von ihren Lehren erhalten /»/?»-. ^.F,.hätten. Man saget, daß Irenaus keines Edionsgedenke; daß Grigenes und Euftdms behaupte, siewären entweder wegen ihrer Armuth, oder weil siearmselig von Jesu Christo gedacht hatten, Ebio-nitm, oder Arme genannt worden; daß endlich diejLbioniren selbst auf diesen Namen stolz gewesenwären, und vorgegeben hätten: sie stammten vonden Christen ab, welche zu den Zeiten der Apostelalles ihr Vermögen zu den Füßen derselben nieder-gelegt hätten. Allein, alle diese Gründe erweisennicht, was sie erweisen sollen, und können die aus-drücklichen Zeugnisse eines Terrullianus, eines Epi-phanius, eines Augustmus, eines Hilarius, undselbst das Zeugniß des Talmuds nichr umstoßen»Kann man wohl daraus, daß Irenäus des Ebionsnicht namentlich gedenkt, mit Recht schließen, daß eSkeinen Ebion gegeben habe? Was den Grigenesanbelangt: so weis man, wie aufmerksam er immerauf alle Namen und deren Bedeutung gewesen sey,

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