182 Geschichte der christlichen Religion.
daß unter allen Aposteln keiner mehr wider die Be-obachtung des mosaischen Gesetzes geeifert hat, alsPaulus. Wie konnten sie ihn ertragen, da er sagte:N?o ihr euch beschneiden lassec, so ist euchChristus kein nürze?
Die Ebioniren hatten auch ihr eigenes Evan-gelium, wie dil? Nazaraer, und behaupteten, daßder Evangelist Matthäus der Urheber desselben ge-^,5^./?»- wesen wäre. Dieses Evangelium war nicht allein«6-7. «,»„'. dem unsrigen, sondern selbst von dem Evangclio^ <?/»-//?. Nazaräer sehr unterschieden. Man kann sol-deutlich wahrnehmen, wenn man eine Verglei-ch /.F. chung der Ueberbleibsel des ebionirischen, welchex,»?. ZLpiphanius aufbehalten hat, mit den Überbleibselndes nazaraischen Evangelii anstellet. Sowohl dieNa;araer,als auch die Ebioniten haben sich langeerhalten, und wer weis, ob sich nicht deren nochviele in einem oder dem andern Winkel der Mor-genlander finden ließen? -Gleichwohl sind sie derchristlichen Religion bey weitem nicht so nachtheiliggewesen, als die Traumer der vorgegebenen morgen-ländischen Weisheit»
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Von den gnostischen Secten
der beyden ersten Jahrhunderte/ welchedie christliche Religion entweder bestritten,oder verfälschet haben.
^V'e christliche Religion fand an den Gnostikernc°^^ die gefährlichsten Feinde, wenn diejenigen derWahrheit am gefährlichsten werden, welche sie nicht
sowohl.