Zweyter Abschnitt. 18z
sowohl öffentlich verfolgen, als vielmehr ihre gehei-men Verräther sind. Ihre Irrthümer waren vonder Art, daß sie leicht zu bewegen waren, den christ-lichen Namen anzunehmen, in der Einbildung, daßsie schon eben die Lehren vorgetragen hatten, die ih-nen das Christenthum vorzutragen schien. Sie wur-den von dem G!anze der Wunder Jesu Chn'sti undseiner Jünger geblendet, aber nicht erleuchtet. Je-sus hatte den Kranken ihre Gesundheit wieder gege-ben, Menschen, die schon ein Raub des Todes gewe-sen waren, ins Leben zurück gerufen, die Teufel alls-getrieben, und in allen seinen Thateil eine unaus-sprechliche Güte gegen unser Geschlecht geäußert»Er lehrete, daß ihn sein Vater gesandt hatte, dieMenschen von ihrem Verderben zu erlösen, und siezu einer noch größern Glückseligkeit zu bringen, alsdie war, welche sie verloren hatten; daß er in dieserAbsicht leiden und sterben wollte; daß er nach seinerAuferstehung zur Vollendung dieses großen Werkesden heiligen Geist senden würde. Seine Jüngerlehreten eben dieses; sie lehreten, daß der Geist Gottesschon auögcgosfen wäre; und diese Lehren bestätigtensie durch eben so große und noch größere Wunder,als ihr Meister gethan hatte. Schienen nicht einigevon diesen Wahrheiten den Lehren der morgenländi-sehen Weisen sehr ähnlich zu seyn? Behaupteten sienicht eine Herrschaft misgünstiger Aeonen über dieMenschen, und die Nothwendigkeit einer Errettungunsers Geschlechtes von ihrer Tvranney? Was waenach diesem Systeme natürlicher, als daß Ch' istusein gütiger und wohlthätiger Aeon wäre, den dieGottheit herabgesandt hätte, daß er den Menschenden Weg zu ihrer Freyheit zeigen sollte. Es ist
M 4 -wahr,