. Zweyter Abschnitt. 279
W> den Wundern des Apollonius von Tyana .
Sie waren zwar vorsichtig genug, ihren ersten Stif-tern keine große Wunder zuzuschreiben, weil dieUnwahrheit eines solchen Vorgebens leichter , alsihre Erdichtungen von den Wundern des pyrhago-ras, entdecket werden konnte. Indeß war doch plo-tiinis, nach, des porphyrius Erzählung, wohl vier-mal auf eine unbegreifliche Art zum Umgange mitder Gottheit entzücket worden. Eben dieses wardem Iamblichius unter seinem Gebethe wiederfah--mi. Aus den Augen des pvoclus hatte cm göttli-ches Feuer geblitzet,. und wenn er gelehret hatte, warsein Haupt mit einem hellen Glänze umgeben' gewe-sen. Waren das nicht Wunder, welche den Wun-dern Jesu Christi entgegen gesetzet zu werden ver-dieneten-5,,z;«L uz. . ^-^.^..ch»
Dieft Philosophie und der Betrug, mit welqchcm sie unterstühet und ausgebreitet wurde, warm'von einem schädlichen Einflüsse sowohl in die Schick-sale, als auch, welches noch mehr zu beklagen war,in die Lehren der christlichen Religion.
Der Einfluß , den das ammom'sche System mdie Schicksale des Christenthums hatte, war sehrtraurig. Es wurde nicht allein die Ausbreitung des-selben aufgehalten, sondern es verließen solches auchsehr viele wieder. Man kann mehr als eine Ursachedavon angeben. Der Mensch will seine Weisheitnur allzugern seiner eigenen Erfindung und nicht Gottverdanken. Die meisten Gründe, die zeicher widerdas Heidenthum gebraucht, worden waren, machtennunmehr .bey dmAnbethern der Götzen keinen so star-ken Eindruck mehr. Sagten die Christen zu denHeiden: eure Gottetzdienstc sind ungereimt, undla-
S 4 cherlich;