Zweyter Abschnitt. 39?
phus von keinem einzigen gewesen: ist es wohl wahr-scheinlich , wenn er sich durch den Anblick dieserWunder nicht bewegen ließe, ein Christ zu werden,daß er dennoch einen Geschichtschreiber derselben ab-geben, und wenn er sich dazu verstünde, daß er dieWahrheit schreiben würde? Würde er nicht schwei-gen, wofern er noch nicht den höchsten Gipfel derUnverschämtheit erstiegen hatte? AuS eben dieserUrsache, und noch aus andern Gründen, läßt sich dasStillschweigen der heidnischen Schriftsteller von denWundern Jesu Christi und seiner Apostel erklären.Kann es wohl einem unparteyischen Untersucher derWahrheit unbegreiflich seyn, daß die Heiden, diemit einer so groß?n Verachtung gegen das jüdischeVolk, und also auch für die ersten Lehren der Christeneingenommen waren, welche das Christenthum, alses bekannter wurde, und sich weiter ausbreitete, füreinen ungereimten und lächerlichen Aberglauben er-klärten, von unserm Erlöser schwiegen und lieber dieAusschweifungen ihrer Kaiser, als die Wunder derApostel, erzähleten?
Allein, man kann nicht einmal sagen, daß in un- S. Addis-christlichen, theils jüdischen, theils heidnischen Ge-s^ Zeug-schichtschreibern nichts von demjenigen zu finden seyn undsollte,' was die Apostel erzählen. Wir wissen es Heiden fürnicht von diesen allein, daß es in Iudäa einen Je- die chnstl.sus Christus, den Stifter einer neuen Religion ge- Religion,geben habe, der von den Juden getödtet worden A^"^ist. Tacims, Sveronius, plinius, Lucian, A^wm.heidnische Schriftsteller, lehren uns diese Begeben- «vangel.heit, und Celsus und alle diejenigen, welche wider Gesch imdas Christenthum unter den Heiden geschrieben ha- i.TH. durchben, räumen solches ein. Die Geschichte der Evan- und durch.
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