Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
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405
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Zweyter Abschnitt. 4^5

Man sieht aus allen diesen Betrachtungen, diean einem Orte nicht überflüßig, sondern nothwendigsind, wo man von den Schicksalen der apostolischenSchriften redet, wie sich der Glaube von ihrer Wahr-,heit und Göttlichkeit auf der Erde ausgebreitet hat,und wie unbeweglich die Pfeiler sind, auf welchen erruhet. Die Schriften der Apostel, die uns die Zeitaufbehalten hat, gehören den Aposteln zu ; sie sindwahr, sie haben nie eine Verfälschung erlitten; siesind also göttlich. Noch haben wir nichts von denUnternehmungen der Irrgläubigen geredet, welche inden ersten drey christlichen Jahrhunderten einige apo-stolische Schriften theils verwarfen, theils einige Ab-schriften derselben zu verfälschen gesucht haben. Esist unnöthig, dasjenige hier umständlich zu wiederho-len, was in den Betrachtungen über ihre Geschichte undüber den Einfluß ihrer Irrthümer in die Religionschon beyläufig erzählet worden ist. Wenn man dieWahrheit und ihre Irrthümer mit einander ver-gleicht : so ist offenbar, daß in den Abschriften dergöttlichen Offenbarung des neuen Bundes, die aufuns gekommen sind, keine Verfälschung von ihnen ge-zeigt werden könne. Es ist offenbar, daß sie zu derZeit, da sie eine Verfälschung dieser göttlichen Schrif-ten unternommen haben, von den Rechtgläubigen sogleich ihres Betruges wegen bestraft, und von dem-selben überführet worden sind. Und daß ihre ver-fälschten Abschriften nicht etwa die wahren und au-thentischen Copien der apostolischen Schriften gewesenseyn können, das erhellet nicht allein daraus, daß mandie Data ihrer Verfälschungen angeben und zeigenkann, sondern es ist solches auch daher offenbar, daßdie irrgläubigen Secten, wenn sie auch in: Grunde

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