4o8 Geschichte der christlichen Religion.
dcnRiMonzu schließen. Damals hätte Rom sprechensollen, wenn der dasige apostolische Stuhl der Mittel--punct und so zu sagen der Hauptsiamm der Kirche ge-wesen wäre. Doch die Kirche hat bey diesem Stillschwei-gen gewonnen. Hatte damals Rom einen entscheiden-den Ausspruch gethan: so würde der Brief an die E-braer nicht in der Sammlung'der zur göttlichen Offen-barung gehörigen Schriften senn. Denn die Kirche inRom erkannte diesen Brief für keine göttliche Schrift.Siehe Die vier Evangelisten, die Geschichte der Apostel,
/^ärvners vierzehn Briefe des Apostels Paulus, der erste BriefGlaub- Pecri/und der erste Brief des Apostels Johannes sind^."^'^ diejenigen apostolischen Schriften, von deren Gottlich-evanqel ^ rechtgläubige Gemeinen in den ersten ZeitenGeschichte des Christenthums überzeugt gewesen sind. Manindendrep findet unter ihnen nicht die geringste Spur eines Zwei-crsten fcls wider sie. Matthaus wird in dem Briefe desTheilen Clemens von Rom an die Corinther, in dem Briefedes BarnabaS , in den Briefen des Ignatius, vom Po-5«/eS. /. F. lycarpus, vom Papias , vom Jrenaus, vom Jusiinus;c. Marcus vom Papias, vom Justinuö, vom IrenäuS ,
vom Clemens vom Alerandrien; Lucas vom Clemensvon Rom, vom Barnabas , vom Ignatius, vom Ju-stinuS, vom IrenäuS ; Johannes, der seine evangelischeGeschichte am spätesten geschrieben hat, vom Ignatiusund den auf ihn folgenden Kirchenlehrern angeführet.Zu den Zeiten eines IrenäuS , eines Clemens vonAlerandrien, eines Tcrtullians und Origenes waren die-se vier Geschichtlicher von Jesu Christo die einzigenwahren Evangelia. Cerinthus selbst, dieser Jrrgläu-^ ^- bige, der zu den Zeiten der Apostel noch lebte, erkanntedas Evangelium Matthäi, und wollte aus der darinnenbefindlichen Genealogie unsers Erlösers erweisen, daß
Jesus