Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
409
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Zweyter Abschnitt. 4^9

^csus nur ein bloßer Mensch wäre. Die Ebionitcnnahmen die Evangelia des Matthäus, des Marcuöund des Lueas au; nur das Evangelium des ApostelsJohannes verwarfen sie, weil die Gottheit unsers Er-lösers, die sie leugneten, darinnen so deutlich fest gesetztwar. Untcrdeß zweifelte selbst kein Celsus und keinJulian daran, dafi es dem Johannes zugehöretc, undAmeliuS , ein platonischer Philosoph, führete nach demZeugnisse des Eusebius den Ansang seines Evangeliian. Die Apostelgeschichte, deren Verglcichung mitder evangelischen Geschichte des LucaS deutlich zeiget,daß ihr Urheber dieser Evangelist sey, wird vom Justi-nuS, vom JrenäuS, vom Clemens von Alerandrien,und die Briefe des Apostels Paulus werden schon imzweyten Briefe des Apostels Petrus angezogen.Man findet aus den paulinischen Briefen viele Stel-len in dem Briefe des Clemens von Rom eingefioch-ten. Polycarpus führet die Briefe an die Galatcrund an die Philipper an. PapiaS, JrenäuS, Cle-mens von Alexandrien, Tertullian und andre beziehensich auf den ersten Brief Johannis. Niemand unterden Alten hat nach dein schon angeführten Zeugnissedes Eusebius an dem Ansehen des ersten petrinischenBriefes gezweifelt. Und wie hätten auch die erstenGemeinen daran zweifeln köunen ? Die Apostel, undihre unmittelbaren Nachfolger waren, wie Eusebius /. z.sagt, sehr besorgt, den Gemeinen, welche sie sammle- c^/.ten, Abschriften der Evangelien zurückzulassen. Alsomußten sie nothwendig die wahren apostolischen Schrif-ten kennen. Dadurch wurden die wahren Originaleund Abschriften derselben unter den Christen verviel-fältiget, und hatten auch Irrgläubige erdichtete oderverfälschte Evangelien ausstreuen wollen: so durf-

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