Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
416
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4i6 Geschichte der christlichen Rcligion.

pau!mischen Briefe her. Man braucht eben nicht ge-lehrt zu seyn, wenn man solche Scheingründe entkräf-ten will.

V. Der zweyte und dritte Brief des Apostels Johan-5, -4. -s. nes und seine Offenbarung habeil ebenfalls Christengefunden, weiche keine günstige Meynung von ihrerc^',/^/ apostolischen und göttlichen Würde hatten. Man/^>-ö?"^ wird sich nicht sehr darüber wundern, wenn man diev/>. Ursachen ihrer Zweifel erwägt. Was die beyden klei-c. /4. nen Briefe des Johannes anbelangt: so kann derZweifel über sie daher entstanden seyn, daß sich Jo-hannes darinnen nicht nennt. Und da sie an Privat-personen und an keine ganze Gemeinen gerichtet sind:so haben sie nicht so leicht als Briefe an ganze Ge-meinen bekannt werden können. Daher haben sichdie Abschriften derselben nicht sehr vervielfältiget; unddazukömmt noch dieses, daß sie von Privatpersonenhervorgezogen worden seyn müssen. Alle diese Um-stände haben Zweifel erwecken, und allzu vorsichtigeGemüther selbst auf die Meynung bringen können, daßsie weder apostolisch noch göttlich wären. Allein allediese Zweifel müssen verschwinden, und man wird siegewiß nicht mit einigen Alten einem gewissen Priester,Johannes, dessen Grab zu Ephesus seyn soll, zueig-/ ^ ^ ^ vollkommene Aehnlichkeir

^-s^/^/' ^ dem ersten johanneischen Briefe, das Zeugniß ci-5t?-am. /.-.nes Dionysius von Alexandrien, die Anführung der-x. c>/->. selben von einem Clemens von Alexandrien, und ei-p. 4°/. nem Bischöfe, auf der großen carthaginensischen K>>cheiwersammlung unter dem Cyprian erwagt. DißJohannes in diesen Briefen weder seinen Namen nochseine apostolische Würde nennt, läßt sich daraus er-klären , daß diese Briefe an Privatpersonen geschrieben