Zweyter Absthnitt. 425
konnte. Er sagt ausdrücklich, daß der Mensch fal- t?/-,„.len müßte, wenn er Gott nicht folgete, welcher uns ^- 5"om.durch die heilige von ihm selbst eingegebene Schrift^ ^den besten Weg führete. Origenes , des Clemens be- i«rühmtester Schüler, der von den Alten besonders we-Le». /-5.gen seiner Ehrwrcht gegen die heilige Schrift und sei^-nes Fleißes, sie zu erklären, erhoben wird, urcheilete^^^'von der göttlichen Offenbarung eben so ehrerbiethig.^'^.'Er nennet ebenfalls das Evangelium eine Arztney,und das Wort Gottes die rechte Nahrung der ver-Q//nünftigen Natur. Er lehrete, daß, wenn wirSchriftgelehrtenzumHimmelreiche seyn wolten, wir dasGesetz desHerrnTag undNacht treiben,und nicht nur dieneuen Aussprüche der Evangelien, sondern auch die al-ten Aussprüche des Gesetzes und der Propheten erwä-gen müßten. Er glaubte, daß in den göttlichen Un-terweisungen kein Jota, kein Titel umsonst gesetzt wä-re; daß, wenn uns etwas dunkel zu seyn scheine, wirunsere Augen auf denjenigen, der sie zu schreiben be-fohlen hätte, richten, und von ihm die Erklärung .der dunkeln Stellen suchen müßteil, damit, wofernsich in unserer Seele eine Schwachheit fände, derje-nige, der alle Krankheiten heilet, dieselbe heilen, undder Herr, der die kleinen Kinder bewahret, uns, wo-fern wir noch Kinder am Verstände seyn sollten, bey-stehen , uns auferziehen und zu dem gehörigen Alterbringen möchte; daß die Jünger Jesu Christi , nach-dem ihr Verstand durch die Gnade Gottes erleuchtetworden, weit besser, als Plato, gewußt hätten, wassie schreiben, wie sie schreiben sollten , und was fürLehren der Welt schriftlich oder mündlich vorgetragenwerden müßten. Wenn sich Origenes nach einem6om.tüchtigen Beweise der Wahrheit umsieht, so nimmt er?'»
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