4Z4 Geschichte der christlichen Religion.
zweytens die Menschen auf eine sinnliche Art zu leh-ren, daß Jesus erschienen wäre, die Werke diesesMenschenfeindes zu zerstören. Außer dieser Gewalt,die Besessenen zu befreyen, besaßen die Apostel dieKraft, Todte aufzuwecken; die Kraft, Kranke zuheilen; die Gabe fremde Sprachen zu reden, und ingewissen Fällen die Gabe der Weissagung und einigerErkenntniß des Zukünftigen, entweder durch Gesichte,oder durch. Träume; andere Wunderkrafte zu ge-schweige».
Es war nicht genug, daß Gott seine Gesandten,die Bekenner des Namens Jesu Christi , einer so gros-sen Gnade gewürdigt hatte. Er selbst that sehr oftunmittelbar, und, ohne durch Menschen zu wirken, zurBestätigung der Religion oder zum Schutze ihrerHerolde und Bekenner die größten und merkwürdig-sten Wunder.
Die Begebenheiten und Thaten unsers Erlöserssind der vornehmste Grund, auf welchen das gan;eGebäude der christlichen Religion ruhet. Fast alleThaten desselben waren Wunder. Wie können Wun-der natürlicher und besser erwiesen werden, als durchneue Wunder? Wenn der entfernte Heide, weil er dieWunder des gekreuzigteil Erlösers nicht gesehen hatte,und etwa das Vermögen nicht besaß, die Glaubwür-digkeit des Apostels zu untersuchen und sich durchSchlüsse von der Wahrheit desjenigen zu überzeugen,was der Jünger Jesu Christi lehrete, wenn, sage ichein solcher Heide nicht glauben konnte, daß der Er-löser Todte auferweckt, oder Kranke geheilt, oderBesessene ausgctrieben hätte: Welch ein unüberwind-licher Beweis für diese Wahrheit, wenn der Jün-ger selbst einen Todten auferweckte, oder einem Krcm-
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