Zweyter Abschnitt. 441
Stillschweige,, der apostolischen Väter um so viel be-greiflicher. Man findet sie größten Theils in Schutz-schriften und Vertheidigungen der christlichen Reli-gion. Justin , der Märtyrer, versichert, daß es noch /«/?.zu seiner Zeit prophetische Gaben gäbe; und daß ^-sowohl Manner als Weiber von dem Geiste Gottesmit Wundergaben ausgerüstet würden; daß man sol-ches mit seinen eigenen Augen in allen Theilen derWelt, besonders in Rom , an denen Personen sehenkönnte, welche vom Teufel geplagt und davon befreyetwürden ; daß die Teufel weichen müßten, so bald sievon den Christen bey dem Namen Jesu Christi be-schworen würden.
Irenäus , Justins Zeitgenosse, der ihn aber noch /. „.überlebt hat, versichert, daß alle wahre Jünger Jesu ^7.Christi von ihm die Gnade erhielten, in seinem Na-^'^'men Wunder zum Besten der Menschen zu wirken, ^ ^/^''nach der Gabe, die einem jeden mitgetheilet würde; /.x. 5.^. 'daß einige Teufel austriebcn; daß die, aus denen sievertrieben würden, den Glauben oft annähmen, undin der Kirche blieben; daß andere die Gabe der Weis-sagung, Gesichter, und Prophezeihungen harten; daßandere die Kranken durch Auflegung der Hände heile-ren ; daß stlbst Todte erwecket worden wären, undhernach einige Jahre gelebt hätten; daß man dieWunder, welche die Kirche zum Wohl der Völkerwirkete, unmöglich zählen könnte; daß sie niemandendamit betröge; daß sie keinen Wucher damit triebe;daß die Christen das, was sie umsonst erhalten hät-ten, auch ohne Entgeld austheileten. Was insbeson-dere die Auferweckung der Todten anbelangt: so erzählter, daß bey wichtigen Gelegenheiten durch ein großesFasten, und das vereinigte Gebeth der ganzen Gemeine,
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