Zweyter Abschnitt. 445
Wunder unter ihnen, als ehemals geschehen sind.Und sind wir so viel werth, daß man uns trauen kam,:so können wir sagen, daß wir sie selbst gesehen haben.Unter denen, die Jesum ehren , saget er im drittenBuche, sind einige, welche den Kranken die Gesund-heit wiedergeben, wenn sie nur den höchsten Gortüber sie anrufen, den Namen Jesu nennen , und einStücke der evangelischen Geschichte hcrlesen, wodurchsie beweisen, daß der Glaube ihnen eine sonderbareWunderkraft mittheile. Wir, wir selbst haben vie-le gesehen , welche auf diese Weise von gefährlichenZufallen , von der Unsinnigkeit, von der Raserey,von unzähligen andern Krankheiten, die weder Göt-ter noch Menschen bezwingen konnten , befreyct wor-den sind. Endlich beschreibt er auch im siebentenBuche die Art, wie die Wunder verrichtet wurden,und die Personen, welche sie verrichteten. Die Chri-sten sagt er, treiben die bösen Geister nicht durch Zau-berei) , durch Lieder, Kräuter und andere solche Din-ge aus, sondern allein durch das Gebeth, und durchso leichte und einfältige Beschwörungen, daß sich ih-rer auch die Einfältigsten und Blödsinnigsten bedienenkönnen. Und insgemein sind diejenigen, so dieseWunder verrichten, ungelehrte Leute. Diese Gna-bmkraft Christi, welche mit unserer Lehre verbundenist, zeiget, wie schwach und verächtlich die bösen Gei-ster sind; da es keiner weisen unv gelehrten Männer,keiner Leute, die geschickt sind , ihren Glauben ausdem Grunde zu beweisen, bedarf, wenn sie besieget,und verjaget, und aus den Leibern un" Gestern derMenschen vertrieben werden sollen. Nach diesen Zeug-nissen ist es unnöthig , die Zahl derselben durch dieZeugnisse eines CyprianS, welcher sich selbst, so be^
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