Zweyter Abschnitt. 549
war nothwendig, weil die Apostel in alle Welt gehenund allen Völkern das Evangelium predigen sollten.Da sie mit außerordentlichen Gaben des Geistes aus-gerüstet waren: so konnten sie sich so leicht nicht in An-sehung derer irren , die sie aufnahmen; sie mußten,damit der Name ihres Erlösers desto eher den Auf-gang und Niedergang erfüllen möchte, den fernern undvollständigem Unterricht der Ncubekehrten im Glau?ben denen überlasten, die sie zu Lehrern bey den neu-gepflanzten christlichen Gemeinen verordneten. Die-se aber hatten weit mehr Ursache, denen , die sich un-ter ihrer Anführung zum Christenthume bekennen woll-ten, allen nöthigen Unterricht zu ertheilen, und sievorher wohl zu prüfen, ehe sie dieselben durch die Tau-fe in die Kirche aufnahmen. Diejenigen also; wel-che die christliche Religion annehmen wollten, wurdenin besonderen Schulen unterrichtet, und deswegen Ca- Toö.^/??».techumenen genannt. Man suchte sie zuerst zur Er- ^kenntniß eines einigen Gottes zu bringen; man lehretesie die großen Wahrheiten, daß die Seele unsterblichund ein zukünftiges Gericht gewiß zu erwarten sey;vornehmlich suchte man sie von der Nothwendigkeit ei"nes heiligen Wandels zu überführen. 'Irenaus ver- /.sichert, daß Johannes selbst zu Ephesus , und Po- c.Ivcarpus zu Smyrna dergleichen Schulen angelegethätten. Unter allen Schulen dieser Art aber ist keine ^ ^berühmter geworden, als die alerandrinische, welcheder Evangelist, Marcus, gestiftet haben soll. WennMo/a c^.nun die Carechmnenen hinlänglich unterrichtet wa-^c/--^,/?,-.ren: so wurden sie ermahnet, zu fasten und Gott ih- .- ^re vorigen Ausschweifungen demüthig abzubitten, mid^^^-'die übrigen Christen betheten und fasteten mit ihnen./'^/.^/^War dieses geschehen, und sie hatten , wie Iustinus a/i.i»-,.
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