550 Geschichte der christliche!: Religion.
erzählet, noch einmal bezeuget, daß sie alles das glaube-ten, was sie in dem ihnen ertheilten Unterrichte gehö"rer und gelernet hatten , und sie hatten zugleich ver-sprochen , nach den Vorschriften der Resigion zu leben:so wurden sie im Namen des Vaters, des Sohnes,und des heiligen Geistes dreymal eingetauchet oder be-sprenget , und also getaufet, und dann so gleich zumheiligen Abendmahle zugelassen.
Das ist es alles, was man von der Gewohnheitder Kirche, die Neubekehrten durch die von Christoselbst verordnete Taufe zu ihrer Gemeinschaft aufzu-I't'-,»//.^' nehmen, in christlichen Schriftsteller«' von dem Gri-ö,-/---. t. ^ene'.' und Terrullianus finden kann. Was die^//.//!Kindertaufe anbelanget: so ist zwar zu vermuthen,6»^',""' sie vom Anfange des Christenthums an, üblichc, §.-5. gewesen sey. Man kann doch aber solches aus demersten Jahrhunderte durch keine tüchtigen historischenBeweise darrhun. Aber gegen das Ende des zweytenund im dritten Jahrhunderte, reden Irenaus,pl^//// Origenes, Terrullian und Cyprian , von derA^'"'"'Kindertaufe, als von einer in der Kirche üblichenHandlung. Terlullian erwähnet auch schon der Pa-then, welche für das Kind reden mußten, wiewohler den Rath giebt, die Kindertaufe aufzuschieben.
Im zweyten und dritten Jahrhunderte kamen vieleneue Gebrauche, sowohl vor der Taufe, als nach derTaufe auf. Daran war die Begierde schuld, theilsden Vorwürfen der Heiden zu begegnen, welche derchristlichen Religion ihre Einfalt unaufhörlich auf-rückten, theils die Sorgfalt, unheiligen Ceremoniensolche Gebräuche entgegen zu setzen, welche ihrem aus-serlichen Gottesdienste nicht allein mehr Ansehen ge-ben, sondern auch die Christen an die geistlichenWohl-
tha-