Zweyter Abschnitt. 55z
sammlelen, Christo, als Gott, ein Loblied sängen,und sich durch einen Schwur, oder ein '^acramencverbindlich machten, nicht etwa Bosheiten zu verü-ben , sondern keine Diebstahle, keinen Mord nochEhebruch zu begehen, keinen Menschen zu bekriegen,oder jemanden etwas, das ihnen zur Verwahrunganvertrauet worden wäre, zu versagen. Wenn diesesvorbey wäre, so giengen sie auseinander, und kämenwieder zu Tische zusammen, wo sie allerley unschädli-che Speisen äßen. So beschreibt ihn der Heide.Justin , der Märtyrer, beschreibt ihn umständli-/,</??>.eher. Er erzählet, was bey den Christen vorgehe,^»'t.«?.wenn einer durch die Taufe unter sie aufgenommenworden und wicdergebohren worden sey. Nach die-sem Abwäschen, saget er, führen wir ihn, als einenGlaubensgenossen zu den Brüdern und ihrer Ver-sammlung. Daselbst bethen und demüthigen wir unsvor Gott , sowohl für uns selbst, als für den Erleuch-ttten, wie auch für die ganze Kirche in einem andäch-tigen Gebethe, daß wir würdig und fähig werdenmögen, nach der erkannten Wahrheit als getreue undgehorsame Haushalter über seine Befehle erfunden,und also ewig selig zu werden. Nach dem Gebetheküssen wir einander. Hierauf bringt man dem ober-sten Lehrer Brodt, und einen Becher mit Wasser undWein. Er lobet und rühmet den Vater aller Dinge,durch den Namen des Sohnes und des heiligen Gei-stes , und hält eine lange Danksagung darüber, daßer uns dieser Gaben gewürdiget hat. Nach vollende-ter Danksagung , rufet das anwesende Volk zuin Zei-chen seiner Einstimmung: Amen. Ist die Danksa-gung geendiget und durch den Zuruf des Volkes be-stätiget : so geben die Diener oder Diaconi einem je-Mm 5 den