656 Betracht, über die Weltgeschichte.
und die Verstellung, als ob er keine Herrschaft über, die Franken suchte, machten ihn groß. Vermögedieser Verstellung machte er den Clotarius, von demman nichts bestimmter weis, als daß er aus dermero-vingischen Familie entsprungen war, zum Schattenkö-nige von Austrasien und auch über Neustrien , nachdemer Chilperichen daraus vertrieben hatte. Keine bessernKönige machte er nach Clotars Tode aus eben diesemVertriebnen Chilperich , und, nachdem dieser gestorbenwar, aus Theodorichen dem dritten, Dagobertsdes dritten, Sohne. Dieses geschah nicht etwa ausMäßigung, sondern aus Furcht, daß sich ein anderervon den Großen dieser königlichen Abkömmlinge ausdem merovingischen Stamme bemächtigen, und ihmseine Herrschaft streitig machen möchte. Sie hießenKönige und waren ihres höchsten Bedienteil Staats-gefangne.
Er folgte dem Grundsatze seines Vaters und er-hielt seine unruhigen Franken in steter Arbeit. Erführete sie immer wider neue Feinde, und jeder SiegAn. 7zb. war ein neuer Zuwachs seines Ansehens. Kein Siegbefestigte seine Macht mehr, als die von ihm erfochtenevöllige Niederlage der Saracenen, welche EudonS,des Herzogs von Aquitanien , Ehrgeiz und Eifersuchtüber Carls Größe nach Frankreich gerufen hatte.Sie droheten dem ganzen Europa die Sclaverey, inwelche sie schon den größten Theil von Asien und ganzSpanien gestürzet hatten.
Pipin konnte sich nicht anders zum Herrn derfränkischen Monarchie machen, als durch die Beschü-ßung der Clerisey. Sein Sohn, Carl Martell , konn-te sich bey dieser Herrschaft nicht anders, als durchdie Unterdrückung eben dieser Clerisey erhalten. Seine
Vorsah-