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Bd. 2 (1782)
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Von den PrOositionest. §.522. 14z

brechen leiden; ich kann nichts dafür, d. DerBeschaffenheit, sie mag die wahre seyn oder nicht:Schmeicheley für Wahrheit halten; er willfür einen großen Mann gehalten werden; ichhalte es für meine Pflicht, für ein gutes Zei-chen; ich uM es für Ernst, für Scherz an-nehmen; sich für einen Arzt, Rünstler, ehr-lichen Mann ausgeben; die Scharten derLeute für Berge ansehen. Inglcichcn mit Be->schassenheitswörtern: jemanden für weife, ehr-lich, klug halten, etwas für wahr halten, an-nehmen ; etwas für gut, für nöthig finden,auch ohne Präposition, es gut, nöthig finden;man hat mirs für gewiß erzählt; etwas fürempfangen annehmen. Ingleichen in Fragenund Ausrufungen, mit was: was für ein Mannist das ^ was für ein Geschrey ist das ! zr»was für einem Zwecke ^ aus was für einemLande ist er^ Wo es doch mehr ein bloßes Um-standswort ist, weil es hier eigentlich keinen Casumregieret, sondern derselbe entweder von dem Verbo,oder einer andern Präposition abhängt. Dieseswas für kann und muß oft getrennet werden: wasist das für ein Mann:' was hast du für Grün?de^ Welche Trennung doch nur Statt findet, wennkeine andere Präposition vorher gehet. Daö fürauszulassen, ist im Hochdeutschen ungewöhnlich:was Anmuth hat mir deine Red erregt! Opitz.Das was für aber in wafer zusammen zu ziehen,aus wafer Macht thust du das, ist im Hoch-deutschen längst veraltet.

2. Den unmittelbaren Gegenstand einerHand-lung oder Wirkung, a. Den Gegenstand der Rich-tung des Gemüthes, doch nur in einigen bereits her-gebrachten Fällen: Sorgen für die Zukunft;

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