Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
142
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142 !, Tl). 2. AbsctM lv. Kap.'

Unterschiedes dieser beyden Wörter muß ich aufmein Wörterbuch, v. Für verweisen, wo dieselbeumständlich vorgetragen worden. Hier ist nur nochübrig, die Bedeutungen auszuführen, welche der be-ste Hochdeutsche Sprachgebrauch jedem derselben zu-getheilet hat.

Überhaupt merke man, daß für nie anders alsmit dem Accusativ, vor aber sowohl mit dem Accu-sittivL als Dative gebraucht wird, und daß in fürder Begriff des Verhältnisses, da ein Ding anstattdes andern ist, des Nutzens und Vergnügens, desWiderstandes, einer nähern Bestimmung des Sub-jectes u. s. f. in vor aber der Begriff des Orceö undder Zeit der herrschende ist.

Für bedeutet also:

i. Das Verhältniß, da ein Ding anstatt deSandern ist, und zwar wiederum a. der Art nach, sodaß es dessen Stelle vertritt: für jemanden gutsagen, bezahlen, Bürge werden; einen an-dern für sich predigen lassen; für jemandenRechenschaft geben; ein ^Vorc für das an-dere seyen; wir versprechen für uns und un-sere Nachkommen; einen Ducaten für einenL.VMS d'sr nehmen, b. Dem Werthe und Preisenach: ein Gut für tausend Thaler kaufen; fürGeld schreiben; zwey Sperlinge für einenPfennig kaufen, c. Dem Gegenstände nach,das Verhältniß der Entschädigung und Vergeltungeines andern Dingcö: Geld für die Maare gesben; ich habe zehn Thaler dafür gegeben;L.ohn für die Arbeit bezahlen; ein Haus füreinen Garcen umraujchen; Strome von Thrä-nen find zu wenig für diesen Verlust; ist das derDank für meine Mühe? Strafe für sein ver-brechen