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Bd. 2 (1782)
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Z2Z i.Tl). 4. Abschn. Syntax.

Geschlecht §. 625. Wenn ein Substantivuin durch ein Gat-bey erklä- tungöwort höherer Art erkläret wird, so folget dasrcndn, Adjectiv, wenn es dein erstem nachgesetzet wird,Sudswm- ^ Geschlechte des höhern Gattlingswortes: derMensch, das edelste unter allen Geschöpfen;die Vernunft, das kostbarste Gescheut der^7lamr; die Donau ist der erste unter denStrömen Demfchlandes. Nur nach Personen-Nahmen folgt es bey einer erweiterten Erklärungdem natürlichen Geschlechte der Person: Daphnewar die gelehrteste unter allen Frauenzim-mern; Ravaillac der verworfenste aller Un-geheuer. Ist aber die Erklärung ganz einfachohne Dazwischenkunft eines Verbi, eines Genit-vesoder einer Präposition, so stehet es in dem Geschlech-te des Gattungswortes: Daphne, das gelehrtesteFrauenzimmer; Ravaillac , das verworfensteUngeheuer; Tantippe, das zänkische TVeib.So auch, wenn der Personen-Nahme appellativestehet: Minna von Barnhclm, das beste un-ter Lessingö Schauspielen.MchvAdjc- H> 626. Adjectiva bezeichnen Eigenschaften; esctiva vor! können folglich ihrer so viele vor einem SubstantiveeiuemSub- stxhen^ls verschiedene Eigenschaften von einemDin-stgntwe. ^ angegeben werden sollen; da es denn willkührlichist, ob man zwey, oder wenn ihrer mehr sind, diebeyden letzten, mit und verbinden will, oder nicht:der Tod, dieser stets drohende und nie entfernteGast; die finstern, stillen Scharten des To-des ; die ganze, lange, traurige flacht. DerAffect verschmähet gern alle Verbindung. Be-zeichnet aber das Substantiv mit den dazu gehö-rigen Adjectiven nicht ein und eben dasselbe In-dividuum', sondern mehrere Arten, oder mehrereTheile und Verhältnisse an einen: Dinge, so ist die

, Verb in-