Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
339
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i. Kap. 5. Pronomen. §. 6z8.639. 339

wie andere Substantiv« auf diese Art gebrauchtwerden: er ist mein Freund, sein Vetter, unserFeind; nicht ein Freund »neiner, ein Ve^rerseiner, ein Feind unser. Die Umschreibung mitvon ist zwar sehr gewöhnlich, ein Freund vonmir, ein Vetter von ihm, ein Feind von uns;allein, den Fall eines besondern Nachdruckes ausge-nommen/sollte man sich ihrer lieber enthalten.

Wenn zwey verbundene Verba einerley persön-liches Pronomen regieren, so wird dasselbe, wennsie einerley Casum erfordern, einmahl weggelassen:ich will ihn ehren und lieben; ich muß ihnsprechen oder doch sehen; es wird dir wedergelingen noch gefallen. Sind aber die Casusverschieden, so muß es wiederhohlet werden: dusollst sie lieben und ihnen dienen; er sahemich an und sagte mir nichts.

§. 659. Die persönlichen Pronomina der drit- Gebrauchten Person werden auf gedoppelte Art gebraucht: der dritte»»1. absolute persönlich, so wie die Pronomina der er- Person,sien und zweyten Person, welcher Fall aber nurdann Statt findet, wenn man jemanden in der drit-ten Person anredet: guter Freund, komm er her;hören sie. 2. Relativ, in Beziehung auf ein vor-her gegangenes selbständiges Ding der dritten Per-son, in allen übrigen Fällen, wo diese Pronominagebraucht werden. Hieraus erhellet zugleich, woein Pronomen der dritten Person Statt findet odernicht. Wird ein Ding in der dritten Person miteinem Pronomine angeredet, so vorträgt diese An-rede ein anderes Substantiv in der Apposition, zurErklärung oder zur Einschränkung. (S. §. 6z6.)Wird das Ding durch ein Substantivum ausge-druckt, so findet das Pronomen nur Statt, wenn einAusspruch auf dasselbe zurück geführet werden foll:

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