Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
355
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i.Kap. F.Pronomen. §.653. 355

fehler, dieser ihre Thorheit, jener ihre lT>eis--heir; weil der Genitiv schon den Besitz bezeichnet,S. §. 647. Vorzeiger dieses, nähmlich Brie-fes, den vierten dieses, nähmlich Monathes, sindim gemeinen ieben einmahl gangbar.

§. 65z. Die Neutra von dieser, der und jener Fernererstehen gern absolute für alle Geschlechter und Zah- Gebrauchlen, da denn das Verbum in der Zahl nicht von derselben,dem Pronomine, sondern von dem vertretenen Sub-stantive abhängt: sind dieß oder das, die Män-ner, die uns 5Veisheic lehren sollend Allesdas sind Thorheiten; glaube nicht, daß die-ses (dieß) der erste Brief ist, weichen ich dirschreibe. Das Pronomen jenes wird zwar nichtso häufig auf diese Art gebraucht, als die beydenübrigen, aber doch zuweilen: ist jenes der Baum,von welchem du sagtest^ Übrigens wird jenerim gemeinen teben häufig gebraucht, eine Personohne Unterschied des Geschlechtes oder anderer Um-stände unbestimmt zu bezeichnen: rvie jener säg-te; jener machte es auch so.

Um eines besondern Nachdruckes willen kannein Demonstrativum auch nach seinem Substantivs ,,,wiederholtet werden: (!>rbil, der sollte hier seyn?den Baum, der Scharren gibr, den, Freund,den muß man schonen. Wo kein Nachdruckdiese Wiederhohlung erfordert, da ist sie fehlerhaft:die erste N)elt, die hac das Feld nicht kön-nen bauen.

Eben so fehlerhaft ist es, ein Demonstrativumals ein Adverbium durch das Verbum von seinemSubstantivs zu prädiciren: der Verlauf ist die-ser; die Sache rvar die; die Geschichte istdiese. Weil ein Verbum nur Adverbia dem Sub«

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